Geschichte des Lüneburgischen Landschaftsverbandes

Im Zuge der Neugründungen von Landschaftsverbänden in Niedersachsen wurde seit Mitte der 80er Jahre die Gründung eines Lüneburgischen Landschaftsverbandes auf Verwaltungs- und politischer Ebene diskutiert. Ziel dieser Institution sollte es sein, als privatrechtliches Pendant zur Historischen Landschaft eine Kulturförderung zu betreiben, mit der die kulturpolitische Entwicklung in der Region und das Regionalbewusstsein gefördert und gestärkt werden.

Stieß die Gründung eines Landschaftsverbandes zunächst auf Vorbehalte, kam es 1989 zu einer entscheidenden Wende in dieser Frage. Die Versicherungsgruppe Hannover (VGH) mit ihrem wichtigsten Teilunternehmen, der Landschaftlichen Brandkasse, beabsichtigte, ihr kulturelles Engagement im ländlichen Raum zu festigen. Die Umsetzung desselben sollte den Landschaftsverbänden übertragen werden. Für das Gebiet des ehemaligen Fürstentums Lüneburg wurde dazu ein jährlicher Betrag in sechsstelliger Höhe in Aussicht gestellt.

Um diese VGH-Mittel institutionell aufzufangen, kamen die Hauptverwaltungsbeamten aus dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums Lüneburg noch im selben Jahr überein, nun tatsächlich einen Verein „Regionale Kulturförderung im ehemaligen Fürstentum Lüneburg” zu gründen.

Nach einer zeitlichen Verzögerung durch die politische Wende in der DDR konnte am 24. Oktober 1990 die Gründungsversammlung stattfinden. Die Satzung wurde beschlossen, der erste Vorstand gewählt und eine vorläufige
Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen. Auch die ersten Fördermittel für Kulturprojekte im Verbandgebiet wurden bereits vergeben. Am 17. Dezember 1990 wurde schließlich die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Uelzen unter dem Namen „Regionale Kulturförderung im ehemaligen Fürstentum Lüneburg e.V.” vorgenommen. Gründungsmitglieder waren seinerzeit die Landkreise Lüchow-Dannenberg, Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Uelzen, Celle, und Gifhorn, die Städte Lüneburg und Celle sowie die Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg. Die kreisfreie Stadt Wolfsburg trat zum 1. Januar 1991 dem Verein als weiteres Vollmitglied bei.

Das Verbandsgebiet, das in etwa deckungsgleich mit dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums Lüneburg ist, umfasst ca. 21 % der Fläche des Landes Niedersachsen und nahezu 15 % seiner Bevölkerung. Damit ist der Lüneburgische Landschaftsverband der Größte unter den Landschaften und Landschaftsverbänden in Niedersachsen.

Mit der Satzungsrevision von 1997 wurde der etwas umständliche Vereinsname „Regionale Kulturförderung im ehemaligen Fürstentum Lüneburg e.V.” durch den eingängigeren Namen „Lüneburgischer Landschaftsverband e.V.” ersetzt. Eine neue Phase in der Arbeit des Lüneburgischen Landschaftsverbandes begann mit der Neuordnung der Regionalen Kulturförderung in Niedersachsen zum 1. Januar 2005. Der Verband ist ein zentraler Partner der Kultureinrichtungen und damit primärer Ansprechpartner für Kulturschaffende und Kulturträger in der Region Nordostniedersachsen.

Dr. Heiko Blume (Landrat des Landkreises Uelzen und Vorsitzender des Lüneburgischen Landschaftsverbandes) und Anne Denecke (Geschäftsführerin des Lüneburgichen Landschaftsverbandes) © Benjamin C. Christ

"The Paintbox" aus Winsen (Luhe), Gewinner des Bandwettbewerbs Plattsounds 2014 © Benjamin C. Christ

Feier zum 25. Jubiläum des Lüneburgischen Landschaftsverbandes © Benjamin C. Christ

Feier zum 25. Jubiläum des Lüneburgischen Landschaftsverbandes im Jahrmarkttheater Bostelwiebeck © Benjamin C. Christ

Dr. Heiko Blume, Landrat des Landkreises Uelzen und Vorsitzender des Lüneburgischen Landschaftsverbandes © Benjamin C. Christ

Bernd Busemann, MdL, Präsident des Niedersächsischen Landtages © Benjamin C. Christ

Dirk-Ulrich Mende, Oberbürgermeister der Stadt Celle a.D. und ehem. erster stellvertretender Vorsitzender des LLV © Benjamin C. Christ

Hermann Kasten, Vorsitzender des Vorstands der VGH Versicherungen und der Landschaftlichen Brandkasse © Benjamin C. Christ

Dr. Theodor Elster, Landrat des Landkreises Uelzen a.D. und ehem. Vorsitzender des LLV © Benjamin C. Christ

Thomas Matchoß vom Jahrmarkttheater alias Oma Sanne - Künstler sind nicht überflüssig © Benjamin C. Christ